Speedfahrt

Maximale Geschwindigkeit

a. Geschwindigkeit > 40 km/h, ab WS 6

Segel in Luvseite anstellen
Lässt man sich tief am Segel hängen hat das zwei Effekte. Den Wind nutzt man am besten aus durch ein zum Wind schräg angestelltes Segel. Der Wind wird von der oberen kleinen Segelfläche nach unten in die große Segelfläche abgeleitet.
Durch die sehr schräge Segel- und Körperstellung zum Brett kann man viel Druck und damit Vortrieb an der Finne aufbauen
Je schräger man steht, desto mehr lastet das Körpergewicht auf der Finne statt auf dem Brett, das Brett läuft freier und hat weniger Gewicht zu tragen, die Finne ist jetzt die entscheidende Komponente die Leistung bringt.

Segel – close the gapsfahrtb1
Das Segel mit dem Unterliek auf die Brettoberfläche zu bewegen/stellen, sodass keine Lücke mehr zwischen Brett und Segel ist. Damit wird der Wind maximal ausgenutzt.
Bei kleineren Segeln geht das natürlich nicht, ab 6-7m² aufwärts aber schon.

Brett flach halten, etwas in Lee kippen
Das Brett so gut wie möglich waagerecht über dem Wasser halten, so dass keine Kante eintaucht und bremst. Normalerweise wird immer die Luvkante, auf der man steht, durch das Eigengewicht etwas ins Wasser gedrückt. Hier hilft es das Brett in Lee mit den Füßen so anzustellen das es parallel zur Wasseroberfläche liegt, damit es schneller wird.
Das Brett läuft damit „frei“ ohne Kantendruck und nur die Finne gibt Gegendruck. Jede Brettfläche oder -kante die seitlich Wasser wegspült bremst.
Zu früheren Zeiten mit schmaleren Brettern waren die Finnen wesentlich kleiner, die Bretter schmaler und das „Kante fahren“ mit dem Brett notwendig.

Probleme:
Beim zu viel Druck kann die Finne die Kräfte nicht mehr aufnehmen und bricht aus (Strömungsabriss, spin-out).
Wählt man eine zu große Finne ist es möglich dass das Brett aufkentert, d.h. die Gegenkraft des Surfers auf die Brettkante ist nicht mehr ausreichend.
Es kann auch bei starken Vor- und Auftrieb der Finne und des Segels ein Wheelie provoziert werden. Das Brett steigt nach vorn auf.

b. Manöver

Kurven fahren, Carven
– wird durch unterschiedliche Kantenbelastung des Brettes realisiert, dabei ist eine Gewichtsverlagerung nach Lee bzw. Luv notwendig

Das Carven ist auch für das Fahren durch Böen wichtig, um die Böenteppiche auszunutzen um am Gleiten zu bleiben. Bleibt man stur auf Halbwindkurs ist bei nachlassenden Wind bis zur nächsten Böe nicht genügend Vortrieb vorhanden. Fällt man aber aggressiv ab kann die Gleitfahrt noch bis zur nächsten Böe gerettet werden. In der Böe wird dann die Höhe durch neuen Amwindkurs wieder ausgeglichen.

schnelle Wende, Fast Tack
– aus der Gleitfahrt wird die Luvkante belastet und bis zum Scheitelpunkt geglitten ausgefahren
– noch im Gleiten auf den letzten Metern sollte um den Mast auf die andere Seite gewechselt werden und das Segel sowie die Brettspitze agressiv auf den neuen Kurs gebracht werden

Halse, Gleit-, Powerhalse
Hier ist die Halse, wenn sie durchgeglitten gelingt, das beste Manöver um die Richtung um 180° zu ändern und im Gleiten zu bleiben.